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25 Jahre Donaubrücke Niederranna

Der vor kurzem verstorbene Landeshauptmann a.D. Dr. Erwin Wenzl war der „Vater“ der Brücke

HOFKIRCHEN: Ein Jubiläum, das in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wurde, gab es kürzlich in Hofkirchen i.M. zu begehen: 25 Jahre Donaubrücke Niederranna.

Es war am 17. Oktober 1980, als der damalige Landeshauptmann Dr. Josef Ratzenböck nach nur zweijähriger Bauzeit die Donaubrücke Niederranna feierlich eröffnen konnte. Die Spatenstichfeier hatte am 20. Oktober 1978 stattgefunden.

Dem Bau der Brücke ging ein langer und für die Regionalpolitiker harter Kampf voraus. Die Entscheidung für den Bau der Brücke traf der damalige Landeshauptmann Dr. Erwin Wenzl, der vor kurzem verstorben ist. Da sich die SPÖ-Landespolitiker gegen den Bau der Brücke aussprachen und der SP-dominierte Bund keine Mittel zum Bau beisteuerte, wurde das 80 Millionen Schilling teuere Projekt vom Land Oberösterreich allein finanziert. Vom damaligen SPÖ-Tagblatt wurde die Donaubrücke Niederranna mit einer „Brücke für Ochsen und Kühe“ kommentiert. Da es auf der Donau auf einer Länge von 65 km von Passau bis Aschach keinen festen Übergang gab, war der Bau der Brücke in Niederranna als Verbindung zwischen Mühl- sowie Inn- und Hausruckviertel von großer Bedeutung. Vor dem Brückenbau war das Übersetzen nur mit der Fähre möglich, was mitunter einen großen Zeitaufwand bedeutete. Ganz zu schweigen bei Hochwasser und im Winter bei Eistreiben. Da war ein Übersetzen unmöglich und es mussten weite Umwege in Kauf genommen werden.

Der pensionierte Gendarmeriebeamte Josef Wakolbinger aus Niederkappel nahm das Jubiläum zum Anlass, seine Briefmarken-Gedenkblätter um ein Jubiläum zu erweitern. So hat er alle Meilensteine des Brückenbaues vom Spatenstich über die Eröffnungsfeier, das 10-Jahres-Jubiläum bis zum 25jährigen Jubiläum auf Gedenkblättern mit diversen Sonderstempeln festgehalten. All diese Blätter sind in Sammlerkreisen gesuchte Unikate. „In unserer schnelllebigen Zeit muss auch die Vergangenheit immer wieder erwähnt werden, da solche Einrichtungen wie etwa die Donaubrücke Niederranna keine Selbstverständlichkeit sind, sondern für alle Beteiligten einen harten Kampf bedeuteten“, betont Wakolbinger.

 

Quelle: Marktgemeinde Hofkirchen - Rupert Höglinger, erschienen am 25.10.2005
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