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Lkw-Unfall in Alkoven: Strommast gekappt, Böschung in Brand gesetzt

Spektakulärer Verkehrsunfall auf der B 129


Der über die Böschung gestürzte Lkw-Zug.
Zu einem spektakulären Lkw-Unfall wurden am Nachmittag des 6. April 2007 die Feuerwehren Alkoven und Polsing auf die B 129 bei der Alkovener Westeinfahrt alarmiert.

Der Lenker eines Lkw-Zuges wollte an einem vor ihm anhaltender Linksabbieger noch rechts vorbeifahren, um nicht gegen diesen zu prallen. Dabei kam das Schwerfahrzeug zu weit nach rechts auf das Bankett. Dieses gab unverzüglich nach und die Zugmaschine stürzte über eine steile Böschung. Während das Zugfahrzeug seitlich liegend zum Stillstand kam, blieb der Anhänger an der Böschung hängen. Beim Umstürzen des Lasters erfasste dieser auch einen in der Wiese stehenden A-Strommast. Dieser wurde aus der Betonsockelverankerung gerissen und lehnte beim Eintreffen der um 15.07 Uhr alarmierten Feuerwehr Alkoven am Kofferaufbau der Zugmaschine.

Die Einsatzkräfte wurden mit den Alarmstichworten „Personenrettung, Lkw in Stromleitung, B 129 – Ortseinfahrt West Alkoven“ alarmiert und konnten aufgrund anwesender Mitglieder im Feuerwehrhaus fast unverzüglich ausrücken. Bei der Anfahrt zum Einsatzort wurde seitens der Landeswarnzentrale mitgeteilt, dass die Person zwar bereits gerettet sei (der Lenker konnte das Fahrzeug durch die Dachluke verlassen), jedoch die Böschung brenne.

Der Böschungsbrand, der vermutlich durch die herumwirbelnden Stromkabel entstanden war, konnte rasch gelöscht werden. Nach der Abschaltung der Energieversorgung wurde die Feuerwehr angewiesen, den havarierten Strommast mittels tragbarer Motorseilwinde völlig zu entfernen. Dadurch wurde auch für die Bergung des Lkws, für deren Zweck das Kranfahrzeug der FF Wels alarmiert wurde, entsprechend Platz geschaffen.

In Zusammenspiel von Seilwinden sowie dem Kranfahrzeug wurde erst der unbeschädigte Anhänger wieder auf die Fahrbahn gehievt. Anschließend wurde die Zugmaschine mittels Seilwinde des Alkovener Kranfahrzeuges wieder auf die Räder gestellt und per RLF-Seilwinde und Kran Wels auf die Bundesstraße gehoben. Aufgrund der Ausladung sowie der Tonnage des Lkws kam das Kranfahrzeug der FF Wels an seine Leistungsgrenze. Dennoch gelang es den optimal zusammenarbeitenden Feuerwehren, die Bergung beschädigungsfrei durchzuführen und das Einsatzziel zu erreichen.

Die Freiwillige Feuerwehr Polsing führte während des knapp vier Stunden dauernden Einsatzes die Verkehrswegsicherung durch bzw. organisierte die lokale Umleitung des Verkehrs. Ein detaillierter Bericht ist auf der Webseite der FF Alkoven (http://www.feuerwehr-alkoven.at) zu finden (Einsatzberichte April).

Zwei Tage zuvor musste die Alkovener Feuerwehr zu einem Verkehrsunfall mit einem Pkw ausrücken. Ein Lenker hatte während der Fahrt einen tödlichen Herzinfarkt erlitten.

 

Quelle: Hermann Kollinger, erschienen am 7.4.2007
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