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Umwelt/Gesundheit/Bildung/Forschung | Überregional
Salz wirkt bei Verschleimung Wunder

Neue Behandlungen für Erkrankungen der Atemwege


Salzkristalle: Als Inhalation gut bei Atembeschwerden
Foto: pixelio.de/Vogel
Wien (pte024/13.10.2011/13:55) - Salz bringt bei Erkrankungen der Atemwege deutliche Linderung. Ein Prinzip, das sich bisher mehrere Kurorte, Inhalationsgeräte und eine steigende Zahl innenstädtischer Salzgrotten zunutze machen, findet in der Medizin zunehmend Anerkennung. "Eine Salzinhalation reinigt bei akutem Schleim kurzfristig die Atemwege. Bei chronischem Verlauf kann sie als Zusatztherapie die Verunreinigung mit Bakterien verringern", erklärt Rolf Ziesche, Lungenmediziner an der Universität Wien http://www.meduniwien.ac.at , im pressetext-Interview.

Inhalation auf Krankheit abstimmen

Asthmatiker profitieren aufgrund ihrer ausgetrockneten Schleimhäute besonders von feuchten Dämpfen, die den Schleim verflüssigen und somit beim Abhusten helfen. "Sie haben auch mit Kühle kein Problem, weshalb sich etwa beim Besuch der Nordsee-Küste oder von Salzgrotten Reiz und Husten durchaus bessern können. Professionelle Inhalationsgeräte erzielen jedoch denselben Effekt", so der Experte. Ganz anders ist die Situation bei COPD-Patienten. Salz wirkt auch für sie ähnlich, doch bekommen Inhalationen dieser Gruppe nur in trockener und warmer Form gut.

Das Thema Zusatztherapien bei Asthma und Raucherlunge (COPD) wird Zische am "Tag der Lunge" am 15. Oktober in Wien erörtern. Der Übergang zwischen beiden Krankheiten ist oft fließend, ihre Auslöser sind jedoch andere, betont Otto Spanger, Sprecher der Lungenunion http://www.lungenunion.at , gegenüber pressetext. "Asthma ist die häufigste chronische Erkrankung von Kindern und wird meist schon in die Wiege gelegt. COPD und das Lungenemphysem muss man sich durch jahrzehntelanges Rauchen 'erarbeiten' - sind doch 80 Prozent der Betroffenen Raucher."

Emphysem: Trend zu invasiver Therapie

Neue Ansätze gibt es auch für die Behandlung des Emphysems, einem Endstadium vieler chronischer Lungenkrankheiten, bei dem Lungenbläschen überbläht werden und Druck auf den Rest der Lunge ausüben. "Öffnete man die Blasen bisher operativ, sind nun invasive Methoden im Vormarsch", berichtet der Wiener Lungenmediziner Arschang Valipour. So werden etwa Ventile in betroffene Verzweigungen der Bronchien eingebaut, die Luft nur nach Außen entweichen und somit die Blase schrumpfen lassen. Auch die Verödung durch Schaum- und Dampflösungen wird immer häufiger angewandt. (Ende)

Quelle: www.pressetext.com

 

Quelle: Verein ReSI.at (rejo), erschienen am 13.10.2011
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