ReSI Regionales Informationssystem
 ANMELDUNG
 NACHRICHTEN

ReSI Startseite
Regionales
Vermischtes
Leute
Sport
Kino
Was ist los?
Wirtschaft

Umwelt

Meist Gelesen
Meist Kommentiert
Meist Bewertet

Alte und neue News
im Archiv suchen.

 SERVICES

Aktuelles Wetter
Tauschbasar
Stellenmarkt
Veranstaltungen
Bildungskalender
Livebilder

 VEREIN ReSI

Infos über ReSI

Meine News auf
ReSI


Werbung auf resi.at

  WICHTIGE LINKS

Wirtschaft
Gemeinden
Tourismus
Vereine
Kultur


Mediathek
Nachhaltigkeit

Mitfahrbörse
fahrgemeinsam.at

Regionales-Meinung | Überregional
Ulrike Meinhof lebt

von der RAF zum Wilheminenberg


von woho

Die ganze Welt hat damals gebannt auf Deutschland geschaut: wird die Demokratie die Herausforderung des Terrorismus bewältigen? Wie wird sie reagieren? Die RAF (Rote Armee Fraktion) hatte dem Staat den Krieg erklärt: ganz bewusst, mit ideologischer Überzeugung. Wer waren diese Leute? Wahnsinnig gewordene Kommunisten? Was war da eigentlich los?

Im September war auf 3SAT die Themenwoche "Anklage Missbrauch". Ausführlich wurde da dokumentiert, wie es in Deutschlands Heimen und Internaten zugegangen war. Besonders die schrecklichen Vorfälle in der Odenwaldschule wurden ausführlich beleuchtet. Auch aus der Schweiz waren umfangreiche Dokumentationssendungen dabei. Keine einzige übrigens aus Österreich.

Nur eine einzige Dokumentation hab ich mir in dieser Woche angeschaut, und bin aus allen Wolken gefallen: Ulrike Meinhof, die zentrale Führungskraft der RAF, hatte selbst Gewalt und Missbrauch ein einem der schlimmsten Heime Deutschlands erlebt. Ihren Kolleginnen hatte sie damals versprochen: "ich hol euch hier raus!".

Die erste Terroristin Deutschlands war also alles andere als eine durchgeknallte Kommunistin. Sie wollte lediglich den Staat für das zur Verantwortung ziehen, was er ihr angetan hat. Der Staat hat dann entsprechend heftig zurückgeschlagen, die Eskalation war wohl unvermeidlich.

Die Opfer von Schloss Wilheminenberg und ähnlichen Einrichtungen sind zu sehr traumatisiert, um sich ernsthaft zu wehren. Ein bisserl Geld und liebe Worte sorgen dafür, dass keines durchdreht. Die Regierung lehnt sich inzwischen bequem zurück und tut so, als sei nichts geschehen.
Bis jemand aufsteht und sagt: "Ulrike Meinhof lebt!"

 

Quelle: woho, erschienen am 31.10.2011
Der Artikel wurde 1676 mal gelesen   

Artikel bewerten: Artikel mit 1 Stern(en) bewerten (sehr schlecht)Artikel mit 2 Stern(en) bewerten (eher schlecht)Artikel mit 3 Stern(en) bewerten (durchschnittlich)Artikel mit 4 Stern(en) bewerten (gut)Artikel mit 5 Stern(en) bewerten (sehr gut)
84 Bewertungen abgegeben, durchschnittliche Bewertung: 2.8

1 Kommentar zu “Ulrike Meinhof lebt”

ReSI-Benutzer: swet100 | 31.10.2011 um 15:15 Uhr
Danke für deinen Beitrag!
Ich werde mein Entsetzen über die erste Reaktion von Kardinal Schönborn beim Bekanntwerden der Missbrauchsfälle durch Kardinal Groer nie vergessen. Man kann es auch nicht vergessen weil sich die Reaktionen immer und immer mit kleinen Abweichungen wiederholen. Eine Kommission ein bisschen reden, Gnaden halber, wenn es gar nicht anders geht ein bisschen Geld, aber sonst Schwamm drüber. Was bleibt ist Verwunderung, Desillusionierung und die Verwunderung dass aus den Betroffenen nicht mehr Meinhofs geworden sind.....

Kommentieren nur für angemeldete ReSI-Benutzer möglich. Bitte zuerst hier einloggen:
Benutzername:
Passwort:
auf diesem Computer angemeldet bleiben
Sie sind noch nicht bei ReSI als Benutzer registriert? Dann geht's hier zur blitzschnellen Anmeldung: Blitz-Registrierung
Mit dieser Registrierung sind auch anonyme Kommentare am ReSI möglich.

SCHLAGZEILEN

 

© Regionales Informationssystem www.resi.at, ZVR-Zahl: 555296147