Global2000: Fortschritt bei Kennzeichnung von Atomstrom in Österreich Strom unbekannter Herkunft (Graustrom) muss zukünftig gekennzeichnet werden
Foto: Bjoern Schwarz / pixelio.de
ÖSTERREICH: Nach mehrmonatigen Verhandlungen war die Regierung bereit, konkrete Gesetzesschritte in die Wege zu leiten, die die Abgabe von verstecktem Atomstrom in Österreich endlich verbieten werden. Strom darf nur noch zusammen mit dem Nachweis seiner Herkunft und nicht mehr als „Strom unbekannter Herkunft“ oder Graustrom verkauft werden.
Das ist ein großer Erfolg, der durch deine Unterstützung der „Abschalten! Jetzt!“-Petition unmissverständlich den Willen der österreichischen Bevölkerung klar gemacht hat:
- Wir wollen keine hochriskanten Atomkraftwerke
- Wir wollen aber auch keinen Atomstrom in Österreich, den einige Stromhändler immer noch versteckt als „Strom unbekannter Herkunft“ den KonsumentInnen unterjubeln.
Daher ist die angekündigte Gesetzesänderung bis 1. Jänner 2013 ein wichtiger Schritt, um diese Machenschaften zu unterbinden – und ein weiterer Schlag für die Atomlobby, die damit im Schnitt € 176 Millionen pro Jahr für den gelieferten Atom-Strom verliert. Die österreichischen Stromhändler verpflichten sich weiters, keinen direkten Atomstrom oder Atomstrom-Zertifikate zu handeln oder zu verwenden. Trotzdem werden wir noch weiterkämpfen für eine abschließende gesetzliche Regelung, die auch direkt Atomstrom-Importe verbietet.
Quelle: Global 2000, erschienen am 17.4.2012
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