ReSI Regionales Informationssystem
 ANMELDUNG
 NACHRICHTEN

ReSI Startseite
Regionales
Vermischtes
Leute
Sport
Kino
Was ist los?
Wirtschaft

Umwelt

Meist Gelesen
Meist Kommentiert
Meist Bewertet

Alte und neue News
im Archiv suchen.

 SERVICES

Aktuelles Wetter
Tauschbasar
Stellenmarkt
Veranstaltungen
Bildungskalender
Livebilder

 VEREIN ReSI

Infos über ReSI

Meine News auf
ReSI


Werbung auf resi.at

  WICHTIGE LINKS

Wirtschaft
Gemeinden
Tourismus
Vereine
Kultur


Mediathek
Nachhaltigkeit

Mitfahrbörse
fahrgemeinsam.at

Regionales-Meinung | Überregional
Offener Brief...

...an Bundespräsident, Bundesregierung, und alle Politiker der Republik Österreich


von woho

Sehr geehrte p.t. Damen und Herren,

vor wenigen Tagen hat der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes den Vatikan wegen seines Umgangs mit pädophilen Priestern heftig kritisiert. Der UN-Ausschuss erklärte sich zutiefst besorgt, dass der Heilige Stuhl das „Ausmaß der begangenen Verbrechen nicht anerkannt“ und die erforderlichen Maßnahmen nicht ergriffen habe. Stattdessen habe der Vatikan eine Politik und Praktiken verfolgt, die dazu führten, dass die Missbrauchsfälle andauerten und die Täter straflos ausgingen.

Während die Würdenträger der Kirche nun immer häufiger ihre Opfer um Entschuldigung bitten, bleibt die Republik Österreich konsequent. Selbst einfache Gesten des Bedauerns sind hier rühmliche Ausnahmen. Im glücklichen Österreich teilt sogar der Bundespräsident schriftlich mit, dass ihn die Verfassung daran hindere, sich im Namen der Republik bei den unter staatlicher Obhut missbrauchten und verprügelten Opfern zu entschuldigen: „Ich darf Sie daher um Verständnis ersuchen, dass der Herr Bundespräsident der - wie alle staatlichen Funktionsträger – an die ihm verfassungsrechtlich eingeräumten Kompetenzen gebunden ist, hier keine Veranlassungen treffen kann.“
Außerdem sollen sich die Opfer damit abfinden, dass so eine öffentliche Entschuldigung „außerhalb seines verfassungsmäßigen Wirkungsbereiches liegt“.

Zugegeben: in einer Gesellschaft, in der sich pädophile Gewalttäter über Jahrzehnte völlig ungestört an Kindern vergreifen, ist kollektive Schuldbekenntnis wohl kaum zu erwarten. Im Unterschied zum Vatikan können sich demokratische Staaten allerdings sehr wohl mit ihrer pädophilen Vergangenheit auseinandersetzen und deutliche Zeichen setzen. So hat etwa der Deutsche Bundestag bereits im Frühjahr 2011 eine offizielle Aufarbeitung eingeleitet und damit den Opfern zumindest ein kleines Stück an Würde und Lebensqualität gegeben.

In Österreich gehen die Uhren anders. Von einer parlamentarischen Aufarbeitung können die zahlreichen Opfer aus Heimen, Internaten und anderen öffentlichen Kinderaufbewahrungsstätten nur träumen. Hier werden statt dessen Arbeitskreise gegründet, die dann feierlich zu "Missbrauchskommissionen“ ernannt werden. Exakt nach kirchlichem Vorbild gilt dabei: Transparenz ist verpönt, jede Kritik ein geradezu blasphemischer Untergriff. Und als oberste Maxime gilt: Schweigen. Wenn eines der Opfer zum Beispiel fragt, warum nur ein Teil der versprochenen „Entschädigung“ ausbezahlt wurde, dann erntet es beredtes Schweigen. Geredet wird nur dann, wenn längst verstorbene „Einzeltäter“ und deren nationalsozialistisches Gedankengut als „verantwortlich“ identifiziert wurden. Und vor allem: wenn die Straftaten laut Gesetz längst verjährt sind. Dazu werden dann Studien in Auftrag gegeben und dicke Bücher veröffentlicht, aus denen Krokodilstränen kullern.

Es ist die ganze Gesellschaft, die dieses System aus Aussitzen, Vertuschen und Schweigen unterstützt. Selbst die Medien spielen dabei eine tragende Rolle. Je lauter die Betroffenen ihre Schmerzen hinausbrüllen, desto dichter wird der Mantel des Schweigens.

Damit also meine Frage an Sie, sehr geehrte p.t. Damen und Herren: Wollen Sie noch immer schweigen? Fragt

 mit freundlichen Grüßen,
 Wolfgang Hoffmann, 4020 Linz

Anmerkung: dies ist ein offener Brief, der Autor verzichtet auf jedes Urheberrecht und bittet um Veröffentlichung.

 

Quelle: woho, erschienen am 10.2.2014
Der Artikel wurde 3730 mal gelesen   

Artikel bewerten: Artikel mit 1 Stern(en) bewerten (sehr schlecht)Artikel mit 2 Stern(en) bewerten (eher schlecht)Artikel mit 3 Stern(en) bewerten (durchschnittlich)Artikel mit 4 Stern(en) bewerten (gut)Artikel mit 5 Stern(en) bewerten (sehr gut)
368 Bewertungen abgegeben, durchschnittliche Bewertung: 3.1

10 Kommentare zu “Offener Brief...”

ReSI-Benutzer: wolfgang704 | 08.03.2014 um 12:31 Uhr
möcht nur noch den Termin für meine Buch-Präsentation "Weil alle schweigen" bekanntgeben: am Mittwoch 18.Juni (Tag vor Fronleichnam) 20.00 Panorama-Hof Stöbich Höfler in Pfarrkirchen


woho
67 Kommentare
woho | 19.02.2014 um 14:18 Uhr

ReSI-Benutzer: wolfgang704 | 13.02.2014 um 18:42 Uhr
ein Beitrag der es wert ist zu lesen, der Realität entsprechend und immer wieder ein THEMA: Wolfgang Stöbich, Dipl. Lebens.-und Sozialberater

ReSI-Benutzer: wolfgang704 | 12.02.2014 um 07:50 Uhr
s.g.Herr Hoffmann
hier geht es um mehr als nur Anschuldigungen, ein ganzes, zusammenhängendes System hat sich da im Bezirk breitgemacht. Unsere Ermittlungen und Befragungen bestätigen diesen Verdacht. Bezirksübergreiffende Behörden sind eingeschaltet, mehr kann und möchte ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.



woho
67 Kommentare
woho | 11.02.2014 um 20:17 Uhr
Herr Stöbich,
der ReSI Vorstand verlangt von Ihnen lediglich, dass Sie sich an die Nutzungsbedingungen halten. Ich denke das ist nicht zu viel verlangt.
Selbstverständlich steht ihnen frei, offenbare Ungerechtigkeiten aufzuzeigen. Persönliche Anschuldigungen bzw. Angriffe auf einzelne Personen bedürfen zumindest schriftlicher Dokumente bzw. Beweise. Alles andere ist unseriös und verstößt gegen die Nutzungsbedingungen des ReSI.
woho

ReSI-Benutzer: wolfgang704 | 11.02.2014 um 20:07 Uhr
das ist ja interessant, noch im April haben Sie mir persönlich am Telefon den Names des Beamten der BH Rohrbach genannt- und jetzt bestreiten sie alles!! Allso doch alle unter einer Decke!!!! toll nur weiter so- Wolfgang Stöbich Dipl.Leben.-und Sozialberater


TomNeun
48 Kommentare
TomNeun | 11.02.2014 um 18:36 Uhr
Die ReSI-Redaktion erfolgt durch ehrenamtlich tätige Vorstandsmitglieder und ausschließlich diese haben die Kontrolle. Ich verbitte mir solche Anschuldigen!!
Wir haben Sie vermehrt auf den Umstand der Nutzungsbedingungen hingewiesen.

ReSI-Benutzer: wolfgang704 | 11.02.2014 um 16:56 Uhr
werte Redaktion: Ihr,ich und viele Andere wissen genau, warum einige meiner Beiträge gelöscht wurden!!! Auch diese Plattform steht unter der Kontrolle der BH, besser der Frau BH. Mittlerweile wurde mir vom Unabhängigen Verwaltungssenat des Landes OÖ Recht zugesprochen und das sehen manche gar nicht gern. euer Wolfgang Stöbich-Dipl.Lebens.-und Sozialberater


bernie aus Hofkirchen i.M.
188 Kommentare
bernie | 11.02.2014 um 13:52 Uhr
Anmerkung der Redaktion: Kommentare zu Artikeln werden gelöscht falls sie eine Beleidigung beinhalten. Laut Gesetz dürfen wir keine Beleidigungen auf unserer Plattform zulassen. Natürlich hat sowas nichts mit Vertuschung unsererseits zu tun!
ReSI-Redaktion

ReSI-Benutzer: wolfgang704 | 11.02.2014 um 08:27 Uhr
solche Berichte sind schon längst nötig, ich kämpfe schon lange gegen dieses Schweigen, arbeite gerade an einem Buch mit den Titel "Weil alle schweigen" war 6,5 Jahre Fachsozialbetreuer und Dipl.Lebens.-und Sozialberater bei ARCUS Sozialnetzwerk- glaubt mir, da geht einen der Stoff für ein Buch nicht aus!!?? PS: selbst hier auf Resi werden Beiträge gelöscht um vieles zu vertuschen. Wolfgang Stöbich, Dipl.Lebens.-und Sozialberater

Kommentieren nur für angemeldete ReSI-Benutzer möglich. Bitte zuerst hier einloggen:
Benutzername:
Passwort:
auf diesem Computer angemeldet bleiben
Sie sind noch nicht bei ReSI als Benutzer registriert? Dann geht's hier zur blitzschnellen Anmeldung: Blitz-Registrierung
Mit dieser Registrierung sind auch anonyme Kommentare am ReSI möglich.

SCHLAGZEILEN

 

© Regionales Informationssystem www.resi.at, ZVR-Zahl: 555296147